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Streicht
endlich die GEZ-Gebühr!
Wir
leben in einer modernen Informationsgesellschaft. Der Staat
gibt immer mehr Geld für die Bildung aus, er
subventioniert die Presse und Literatur durch einen
Mehrwertsteuer-Niedrigsatz - aber beim bedeutendsten
Informationsmedium unserer Zeit, dem Rundfunk und Fernsehen,
hält er ungeniert die Hand auf!
GEZ-Gebühr
aufgrund einer Unterstellung...
Obwohl
es mittlerweile viel mehr kostenlose private Sender gibt als
öffentlich-rechtliche, unterstellt der Staat kurzerhand
jedem Besitzer eines Empfangsgerätes die Nutzung seiner
Gebührensender.
Ich halte dies für einen unglaublichen Vorgang! Wenn
eine Unterstellung als Rechtsgrundlage genügt, scheint
mit unserer Verfassung doch etwas in Unordnung geraten zu
sein.
Die
GEZ-Gebühr forciert die Ungerechtigkeit!
Es
ist allerdings so, dass in unserem Rechtsstaat längst
nicht alle Bürger die GEZ-Gebühr berappen
müssen. Haushalte mit geringem Einkommen können
eine Gebührenbefreiung beantragen - und wer den Besitz
eines Fernsehgerätes kurzerhand verschweigt, spart sich
ebenfalls Monat für Monat lästige Abgaben.
Die GEZ-Gebühr fördert somit den Betrug und die
Ungleichheit. Zum einen sind die Ehrlichen die Dummen,
zum anderen diejenigen, die trotz harter Arbeit oft
über weniger Einkommen verfügen als
gebührenbefreite Hartz-IV-Bezieher. Näheres...
Die
GEZ-Gebührenordnung ist viel zu
kompliziert!
Die
GEZ begnügt sich leider nicht mit einer allgemein
gültigen Pauschalgebühr! Nein, damit
würde man es den Menschen ja viel zu einfach machen!
Man traktiert die Bevölkerung und auch die Firmen mit
einem komplexen Regelwerk, das so umständlich ist, dass
sich Millionen Bundesbürger unbewusst strafbar machen.
Muss der Computer extra angemeldet werden, muss der im
Haushalt lebende Sohn mit Lehrlingsgehalt extra zahlen,
fallen für die Altgeräte im Keller auch noch
Gebühren an - das alles soll bedacht und
ordnungsgemäß registriert werden.
Die
GEZ verschlingt Unsummen für die
Geldeintreibung!
Wie
viel einfacher wäre es, die Kosten der staatlichen
Sendeanstalten (jährlich ca. sieben Milliarden Euro)
über die allgemeine
Konsumsteuer (Mehrwertsteuer) zu
finanzieren.
Dann
gäbe es keinerlei Verwaltungsaufwand und keine
kostspielige Jagd auf böse Schwarzseher.
GEZ-Gebühr
- leben mit dem schlechten Gewissen...
Nicht
nur die Schwarzseher leben in ständiger Angst, erwischt
zu werden. Auch Millionen braver Gebührenzahler
müssen fürchten, für nichtangemeldete
Zusatzgeräte belangt zu werden. Warum muss man die
Bevölkerung unnötig quälen, wo es doch auch
anders ginge (Finanzierung über die
Konsumsteuer).
GEZ-Gebühr
sorgt für zusätzliche Klagewelle
Muss
man die Gerichte mehr als nötig belasten. Alle
Rechtsstreitigkeiten bezüglich der GEZ-Gebühren
ließen sich leicht vermeiden - indem man diese
anachronistische Geldeintreibung einfach abschafft (und die
staatlichen Sender über die Konsumsteuer
finanziert).
GEZ-Gebühr
- haben Politiker einen Spaß an der Drangsalierung des
Volkes?
Warum
legen unsere Politiker so wenig wert auf echte
Entbürokratisierung? Warum wird sie immer nur wieder
angemahnt, aber nichts wirklich Ernsthaftes dagegen
unternommen? Die Abschaffung der GEZ-Gebühr wäre
ein wichtiger Schritt in Richtung
Entbürokratisierung.
Millionen
Bundesbürger würden sich freier fühlen, mit
einem besserem Gewissen schlafen können, sich
unnötige Behördengänge und Formulare sparen
können, diesbezügliche Einschüchterungsbriefe
und Bespitzelungen nicht mehr fürchten
müssen.
Zudem
wäre die Finanzierung der staatlichen Sendesanstalten
über Konsumsteuern gerechter, weil der Ehrliche dann
nicht mehr der Dumme ist und der arbeitende Gering-
und Durchschnittsverdiener nicht benachteiligt wird
gegenüber den Hartz-IV-Beziehern.
Behindern
Wahlversprechen jegliche Vernunft?
Die
Abschaffung der GEZ-Gebühr wäre eigentlich die
logischste und einfachste Sache der Welt. Dass die
antiquierte Gebühr sich bis ins moderne
Informationszeitalter hinübergerettet hat, liegt
vermutlich hauptsächlich am wahltaktischen
Manövern der Politik.
Auch
bei der letzten Bundestagswahl dominierte wieder der pure
Populismus. Parteien versprachen ihren Wählern
großspurig Steuersenkungen - diese Botschaft war
prägnant und garantierte Wahlerfolge.
Mit dem Steuer-Versprechen haben die Regierungsparteien sich
leider wieder einmal im Vorfeld festgelegt und selbst die
Hände gebunden. Sinnvolle Reformen und Umfinanzierungen
sind kaum mehr möglich, weil man dann sein Gesicht
verlieren würde.
Handlungsbedarf
besteht dabei nicht nur bei der GEZ-Gebühr - auch
die
Sozialversicherungen
müssten eigentlich längst viel stärker
über die Mehrwertsteuer
finanziert
werden.
Dies fordern inzwischen auch namhafte
Wirtschaftsinstitute.
Nachtrag:
Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich
darauf geeinigt, ab 2013 eine Pauschalgebühr pro
Haushalt bzw. Betriebsstätte zu erheben, die
unabhängig ist von der Zahl der tatsächlich
vorhandenen Empfangsgeräte. Diese neue Fernsehsteuer
zahlen alle, auch diejenigen, die überhaupt keine
entsprechenden Geräte vorweisen können. Lediglich
Hartz-IV-Bezieher werden auf Antrag von der Zahlung befreit.
Die neue Regelung bestraft also alle diejenigen, die
überhaupt keinen Fernseher haben (dies trifft auch
Vereine usw.) und belohnt diejenigen, die viele Geräte
nutzen.
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©
Manfred J. Müller, Flensburg, 2007
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Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
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